Anne von HĂ€ften p

Anne von Haeften

geb. geb. 1934 in LĂŒbben im Spreewald
1954 Deutschen Meisterschule f. Mode MĂŒnchen bei Gertrud Kornhaas- Brandt (Wiener WerkstĂ€tten)
1957 Diplom, die nĂ€chste Etappe: Paris, Haute Couture, kompliziert, da man eine Arbeitskarte fĂŒr die Couture nur auf Umwegen bekam, ganz im Gegensatz zur beispielsweise BĂ€ckerei. So sollte sie einen alterserblindeten Maler in seinem Atelier etwas betreuen, dafĂŒr umsonst bei ihm in der 7. Etage ĂŒber einer BĂ€ckerei wohnen können und in selbiger 6 Monaten arbeiten. Dann gab es einen Trick die BĂ€ckerei Arbeitskarte in die ersehnte zu wechseln.
Alles abgebrochen durch Heirat, 2 Kinder. Nach 15 Jahren Witwe.
Wiederheirat, 1 weiteres Kind, 1984 Scheidung. Umzug von großem
Familienhaus Starnberg in kleine Mansardenwohnung in Hechendorf.
Dort Neubeginn mit Nadel und Faden. Es werden Stoffbilder.
Farbenergie und Formenfluss statt mit Pinsel aufgetragen, unsichtbar aufgenĂ€ht! NĂ€hen ist eine der einfachsten TĂ€tigkeiten, uralt, und Textil ganz nah am Menschen. Soziales Transfer, von Windel, ĂŒber Kleidung, bis Totentuch! Die applizierten Stoffbilder haben vom Material her eine besondere Aussagekraft, denn mit NĂ€hen und Stoff befasst sich in irgend einer Weise jeder. Die Wirkkraft der Darstellungen ist ungeahnt.

Die 80er Jahre:

PrĂ€sentation der 1.WandbehĂ€nge: Einladung nach MĂŒnchen in das "Haus an der DĂŒsseldorfer Str.".
Seefeld im Rathaus Arch. Karoff sĂ€mtliche VorhĂ€nge und drei große WandbehĂ€nge
Hechendorf Gemeindehaus, VorhĂ€nge fĂŒr drei RĂ€umen, Flur und BĂŒcherei, Nachbarschaftshilfe- und Verwaltungsraum, unter Architekt Wegmann
Seefeld, St. Martins Haus, Paramente
Theatervorhang ĂŒber 12 m in Starnberg, unter Prof. B. Winkler
Mensavorhangpaare in der Fachhochschule Herrsching. Jedes bekam ein kleines Gedicht, alle in einem LyrikbÀndchen gesammelt.
Schöpfungszyklus im Kindergarten Unterdiessen, Arch. Holzapfel
Wandbehang fĂŒr die Bretagne
textile Getaltung eines Architekten Bungalow am Gardasee
Spreewald, Wandbild und Kurse
Ausstellungen:
Einzelausstellungen: in der Wandelhalle der Fachhochschule Herrsching, in der Galerie der Sparkasse Starnberg, im Augustinum in Diessen, wieder in Herrsching. Die letzte im Spreewald.
FĂŒr die große Ausstellung in der Galerie der Sparkasse Starnberg, gab es dazu noch Gedichte, die zur Vernissage vertont worden waren und von Katja Schild, Sopran gesungen wurden.

Die 90er Jahre:

Keine Paare mehr, sondern Singles. Sie stehen wie auf einer BĂŒhne, die "BĂŒcherblĂŒten" in der StadtbĂŒcherei in Landsberg. Durch das Einschieben der Ebene in die Senkrechte wird Tiefe in den Raum gezaubert.
Mitte der 90er Jahre entstand der 5 m breite Wandbehang fĂŒr die Eingangshalle des Landsberger Krankenhauses. Er prĂ€sentiert das Blau, das auf vielfachen FarbtrĂ€gern, der TĂŒren, der Sessel, im Freiraum auf den BĂ€nken und StĂ€ndern zum Hausblau wird, auf Seide, Wolle, Leinen und Baumwolle. Die andere vorherrschende Farbe ist die GrĂŒnkraft der Hildegard von Bingen. Die blaugewandete Hildegard steht neben dem Gelehrten, dem Meister des Wortes. Die Alchemie und die Sternzeichen fehlen nicht, und in altgriechischen Buchstaben ist das Wort Äther zu lesen, nach Empedokles als Quintessens, als 5. Element, als Himmelsbaustoff. Wer es kennt, freut sich. Es verpflichtet aber nicht.
Und ebenfalls aus dem humanistischen Sprachschatz das "Sci vias", das wisse die Wege. Wieder gibt die untere Umrandung in der perspektivischen Wirkung Raumtiefe.
 

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